Venustour 24.09. -26.09.1993
Zum ersten Mal in der bereits 13-jährigen Geschichte unseres Traditionsclubs soll es eine Individualtour werden. Und zwar soll sich jeder nach eigenem Geschmack völlig ausleben können. Natürlich stehen auch Punkte auf dem Programm, die die Gemeinsamkeit fordern und fördern werden. Wegen dieser Zweigleisigkeit ist es jedoch notwendig geworden, für jeden einzelnen von uns ein eigenes – eben individuelles – Programm auszuarbeiten und vorzulegen.
Freitag, den 24.09.1993
08.00 Uhr Wecken
„Es geht schon wieder los“
Du stehst sofort (!) auf, duschst dich, legst ein dezentes, aber intensives Rasierwasser auf. Achte beim Ankleiden bitte auf die Unterwäsche. Sie sollte gut sitzen, aber dennoch leicht abzustreifen sein.
10.00 Uhr Frühschoppen
„Morgenstund' hat Kölsch im Mund“
Wir treffen uns beim Organisator, Kegelbruder Reinhard, wo Dich Dein erster Höhepunkt erwartet.
Nach Deinem Höhepunkt gibt es einen Aperitif. Übergangslos erfolgt der erste Stich dieser Tour: der Fassanstich.
Beim zünftigen Schoppen bietet sich die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Wer viel Erfahrung hat, wird ein gefragter Mann sein. Besonders gefragt werden Verkehrsexperten sein, die sich mit den Problemen des Kreisverkehrs, des Stop and Go, des Verkehrs mit schweren Maschinen und des Stehens im Halteverbot auskennen.
12.00 Uhr Deftiger Imbiss
„Es ist noch Suppe da“
Serviert wird eine echte Weilerswister Köstlichkeit aus erlesensten Feinkostläden des Ortes (Aldi) mit Einlagen und Stangenbrot. Eine Stärkung wird auch dringend erforderlich sein, um den schweren Aufgaben, die an diesem Wochenende vor Dir liegen,gerecht zu werden.
Beim Essen können Einzelprobleme von Verkehrssündern erörtert werden. Im Mittelpunkt werden darüber hinaus Fragen der Sicherheit im Verkehr stehen.
13.00 Uhr Abfahrt
„Muß I denn, muß I denn...“
Nach dem scharfen Digistif sind wir dann reisefertig. Endlich wird auch der Fahrer gekommen sein, was wir ihm herzlich gönnen. Nun heißt es „Augen zu und durch“.
Wir fahren wieder auf die herrlich gelegene A61, um schon bald in das wunderschöne Ahrtal einzubiegen. Am Straßenrande werden wir von winkenden Schönheiten angelacht, aber wir reißen uns am Riemen und weiter geht’s bis um...
14.00 Uhr zur Ankunft
„Zinterä, Zinterä, Mösche sinn kinn Finke“
In einem Spalier hat sich das internationale weibliche Publikum vor dem Hoteleingang aufgebaut. Wir nehmen jedoch den Hintereingang, um von der Wirtin, der flinken Hilde, in Empfang genommen zu werden. Alsbald verteilt sich alles auf die Zimmer in dem besten Hotel am Ort. Nachdem die Festigkeit von Bett, Sprungrahmen und Matratze getestet wurde, treffen wir uns im Organisationszimmer, um das weitere Vorgehen bei einem Longdrink zu besprechen.
Schnell noch ein zweiter Drink und dann geht’s zum Asiatinnentreff im Altenahrer Weinkeller in der Tunnelstr. 15.

15.30 Uhr Weinprobe im Altenahrer Weinkeller
„Sieben Fässer Wein können uns nicht gefährlich sein“
Es werden uns Kröver Nacktarsch und Liebfrauenmilch serviert, wobei uns diese leckeren Tropfen in thailändischen Gefäßen kredenzt werden.
Bitte gebt besonders auf die vier Töchter des Winzers acht.
Gegen 17.30 Uhr werden wir im Hotel zurückerwartet. Im Zimmer nehmen wir noch schnell einen Drink, bevor es zum Aperitif geht.
19.00 Uhr Candle-Light-Dinner
“Like a candle in the wind”
Ein herrliches Fünfgänge –Menü wird auf den Tisch gezaubert. Die drallen Kellnerinnen aus dem heimischen Ahrtal werden uns ganz hervorragend bedienen. Alternativ kann ein französisches Gala-Diner bestellt werden. Hier erfolgt die Bedienung unter dem Tisch.
Nachdem wir nun gestärkt sind, lockt das Altenahrer Nachtleben mit seinen vielfältigen Versuchungen, welches wir nach einem Verdauungsschnaps in vollen Zügen genießen können.
20.30 Uhr Weinfest in Altenahr
„Jetzt drink mehr noch a Flascherl Wein“
Trinken bis zum Abwinken. Anlachen bis zum Anmachen. Abblitzen oder Abspritzen ? An diesem Abend wird ein Höhepunkt den anderen jagen. So wird an der Ahr mit verschiedenen Überraschungsgästen aus 32 Nationen gerechnet.
02.00 Uhr Sammeln
„Auf und nieder, immer wieder“
Treffen an der Hotelbar zum Einholen weiterer Instruktionen für die Nacht. Zu diesem Treffpunkt sollte jeder zugegen sein, da hier letzte umständebedingte Änderungen an der Zimmerverteilung vorgenommen werden können.
Samstag, den 25.09.1993
9.00 Uhr Frühstück
„Der Kaffee ist fertig“
Nach den nächtlichen Individualerlebnissen treffen wir uns in unserem Hotel alle wieder, um ein eiweißhaltiges Frühstück mit Rühreiern und Speck, Milch mit viel Sahne, Quark mit Früchten und Müsli mit Aphrodisiaka einzunehmen. Nachdem der Reihe nach die gemachten Erfahrungen ausgetauscht sind, geht es auf den Venushügel.
11.00 Uhr Aufstieg
„Wir steigen auf das Matterhorn, mal von hinten, mal von vorn“
Am Sessellift werden wir von dem uns begleitenden chinesischen Damen-Volleyballclub in Empfang genommen. Mit einer gefügigen Chinesin auf dem Schoß streben wir dem Gipfel zu. Auf diesem Weg wird, wie bei Volleyballerinnen üblich, schon kräftig gebaggert. Der erste Fourbagger in unseren Reihen wird oben mit einem kräftigen Applaus begrüßt und wird uns dann seinen erfolgreichen Gipfelzipfel zeigen.
11.30 Uhr Besteigung
„Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd“
Rheintour auf den Höhen, denn es geht mal hier rein und mal dort rein. Zu guter letzt kehren wir beim „Bergfried“ ein, um uns von der wohlgeformten Sennerin mittags einen strammen Max machen zu lassen.
16.00 Uhr Einlochen
„Zipfel rein, Zipfel raus, aber heut geht’s gut“
Nun warten 18 herrliche, offen daliegende Löcher auf uns, die gefüllt werden wollen. Gesucht wird der beste Füller. Dieser wird bei der abendlichen Preisverleihung ein wertvolles dänisches Loch sein eigen nennen können, das ihm nicht nur in dieser Nacht bereitwillig zur Verfügung steht.
19.00 Uhr Büffet
Die heiße Schlacht am kalten Büfett“
Das Büfett ist im blauen Salon angerichtet und wird bei zünftiger Blasmusik von den Posaunenschülerinnen der schwedischen Akademie der schönen Künste in Karlskrona in ihrer Landestracht serviert.
24.00 Uhr Geburtstag von Heinz
„Happy Birthday“
Kurzes Treffen zum gemeinsamen Anstoßen, dann geht es weiter mit dem persönlichen Programm.
Sonntag, den 26.09.1993
9.00 Uhr Frühstück
„Ein belegtes Brot mit Schinken, ein belegtes Brot mit Ei“
Eine Stärkung wird jetzt dringend nötig sein; der Kaffee wird unsere (Schwell-)körper wieder in Schwung bringen.
10.30 Uhr Frühschoppen
„Einer geht noch, einer geht noch rein“
Noch ein letzter Schluck zum Kehraus, dann heißt es Abschied nehmen vom Ahrtal und seinen internationalen Schönheiten.
11.30 Uhr Rodeln und Jodeln
„Holla di hi, holla di ho“
Wir suchen neuen Anschluß auf der Sommerrodelbahn, wobei jeder seinen Schlitten gut gewachst haben sollte.
13.30 Uhr Abschiedsessen
„Abschied ist ein scharfes Schwert“
Nachdem wir auf der immer wieder herrlich zu befahrenden A61 bei strahlendem Sonnenschein zurück nach Weilerswist gefahren sind, nehmen wir ein gemeinsames Essen in einem serbokroatischen Lokal ein. Bei einem schmackhaften Bauerng’röstel lassen wir das unvergessliche Wochenende noch einmal Revue passieren und machen uns- ganz individuell – auf den Heimweg.
Der Trinkspruch der Venustour lautet:
Dat Pääd is duud,
D’r Brode is suur.
Dat Pääd is jerannt
Rönd om die Uhr.
Bei Vollmond un bei Sunnesching,
wä poppe will, muß fründlisch sinn!!
Gez. Reinhard D.